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Meine Software auf dem Desktop (2019)

Ich habe gerade eben mal dar├╝ber nachgedacht, welche Software mindestens auf meinem System installiert sein m├╝sste, damit ich einigerma├čen produktiv arbeiten k├Ânnte.

Da ich seit einigen Jahren darauf achte, so zukunftssicher wie m├Âglich zu sein, f├Ąllt die Liste der ┬╗ziemlich wichtigen┬ź Software doch einigerma├čen ├╝bersichtlich aus.

Ziemlich wichtig

  • Notepad++. Seit vielen Jahren mein Standard-Editor, mit dem ich so gut wie alles schreibe. Entweder in Markdown, oder inÔÇŽ
  • LaTeX. L├Ąngere Texte setze ich seit Anfang 2011 so gut wie ausschlie├člich hiermit.
  • Mozilla Thunderbird. Ben├Âtige ich f├╝r meine Kalender, Kontakte und Aufgaben, die ich schon seit Jahren zuerst mit ownCloud, dann mit Nextcloud synchronisiere. E-Mails hingegen schreibe ich heutzutage kaum noch, da in meinem Bekanntenkreis kaum noch ein Mensch E-Mails schreibt.
  • AutoHotkey. Eine Skriptsprache, mit der ich viele Dinge automatisiere.
  • VeraCrypt. Der TrueCrypt-Nachfolger. Seit Jahren verschl├╝ssele ich meine Daten damit.
  • DocFetcher. Die Windows-Suche ist dank der Indizierungsoptionen zwar auch sehr gut zu gebrauchen, dennoch nutze ich f├╝r meinen digitalen Zettelkasten DocFetcher als Suchmaschine. Das ist praktisch f├╝r Dateien, die z.B. in einem VeraCrypt-Container liegen, die erst nach dem Systemstart eingebunden und daher vom Windows-Suchindex nicht erfasst werden. Ich habe mir zwar mal ein kleines Batch-Skript geschrieben, welches den Suchindex dann neustartet, aber mit DocFetcher ist das einfach besser.
  • KeePass. Mit irgendeiner Software muss ich meine Passw├Ârter ja verwalten. Hier kommt nat├╝rlich nur Freie Software infrage.
  • Google Chrome. Tja, ohne Webbrowser geht es nicht. So richtig gl├╝cklich bin ich mit Chrome allerdings nicht mehr, vor allem in Hinsicht auf die j├╝ngsten Entwicklungen. Vielleicht werde ich irgendwann mal wieder einen kritischen Blick auf den Firefox werfen. In guter Erinnerung habe ich den allerdings nicht mehr. Hat mich auch nur noch genervt, als ich damals auf Chrome umgestiegen bin.
  • Spotify. Okay, das l├Ąuft nicht gerade unter ┬╗future-proof┬ź, aber ich liebe Spotify trotzdem. Ich habe sogar noch einen der alten Accounts f├╝r 5 Euro. Musik, die mir sehr gef├Ąllt, kaufe ich aber trotzdem immer als MP3 und kopiere sie mir bei Bedarf auch auf mein Smartphone (wo ich Spotify nicht nutze). Somit w├Ąre es auch nicht ganz so tragisch, sollte Spotify irgendwann wieder vom Markt verschwinden.

Ohne diese Software w├Ąre ich momentan einigerma├čen aufgeschmissen und m├╝sste meine Arbeitsabl├Ąufe erheblich umgestalten. Somit hat sich die Frage nach dem Betriebssystem auf dem Desktop auch schon erledigt: ich bin ÔÇô dank Notepad++ und AutoHotkey ÔÇô an Windows gekettet.

Zugegeben, unter Linux oder Mac OS w├╝rde ich sicherlich schnell einen passenden Texteditor finden. Und was die Verschl├╝sselung angeht, bin ich auf dem Linux-Desktop nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Informationen. Zuletzt habe ich dort Dateien verschl├╝sselt, als EncFS noch sicher war.

Ein gro├čes Problem w├Ąren die Automatisierungen, denn eine AutoHotkey-Alternative gibt es f├╝r mich nicht. Mit autokey habe ich mal unter Linux gearbeitet. ├ťberzeugt hat mich das aber leider ├╝berhaupt nicht.

Installiere ich auch

  • PuTTY. SSH-Client, mit dem ich mich von Windows aus auf meinem Server verbinde.
  • FileZilla. FTP-Client, falls mal n├Âtig.
  • CryptSync. Damit verschl├╝ssele ich auf Basis von 7-Zip Datenbest├Ąnde, die ich z.B. in meinem OneDrive speichern m├Âchte, da OneDrive, anders als Dropbox, keine differentielle Synchronisation (von Office-Dokumenten mal abgesehen) kann und VeryCrypt somit weniger Sinn macht.
  • Joplin. Habe ich seit ein paar Monaten laufen. Eine recht nette Notizen-Verwaltung, die auch Markdown kann (sehr wichtig) und die Notizen verschl├╝sselt speichert. Es gibt auch eine brauchbare iPhone-App. H├╝bsch ist die allerdings nicht.
  • Pandoc. Falls ich einen in Markdown geschriebenen Text mal schnell in ein anderes Dateiformat konvertieren m├Âchte. Kommt nur sehr selten vor. Trotzdem geh├Ârt Pandoc f├╝r mich auf den Rechner.
  • Microsoft Office. Im ┬╗realen Leben┬ź kommen mir leider immer noch zu viele Dinge unter, f├╝r die Microsoft Office dann einfach praktisch ist. Rein privat betrachtet brauche ich es aber nicht.
  • LibreOffice. Ehrlich gesagt installiere ich es seit langer Zeit nur noch, um zu schauen, wie es sich im Vergleich zu Microsoft Office so entwickelt. Produktiv im Einsatz habe ich es aber nicht mehr.
  • Duplicati. Eine ziemlich gescheite Backup-Software, wie ich finde.

Fr├╝her mal wichtig

  • Pidgin f├╝r ICQ und Jabber/XMPP. Jabber war in meinem Bekanntenkreis kaum verbreitet, ICQ hingegen schon. Als ich mich vor ein paar Jahren spa├česhalber mal wieder in meinen ICQ-Account eingeloggt hatte, war da aber auch kein Mensch mehr online. Diese Art der Kommunikation l├Ąuft ja heutzutage fast nur noch ├╝ber WhatsApp auf dem Smartphone.
  • E-Mail-Verschl├╝sselung mit Thunderbird. Ich habe es aufgegeben. Viele Jahre lang habe ich versucht, mein Umfeld davon zu ├╝berzeugen, E-Mails zu verschl├╝sseln. Mittlerweile halte ich das f├╝r ein sinnloses Unterfangen. In Ermangelung geeigneter Kontakte installiere ich PGP heutzutage gewisserma├čen nur noch aus nostalgischen Gr├╝nden. Schade, aber was will man machen.
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KeePassX und Auto-Type unter Mac OS X

Im Gegensatz zu den meisten meiner (Offline-)Mitmenschen war ich schon immer ein Freund extrem sicherer Passw├Ârter. Also immer mit Gro├č- und Kleinschreibung, Zahlen sowie Sonderzeichen. Und blo├č niemals das gleiche Passwort f├╝r verschiedene Accounts nutzen.

Im Laufe der Jahre wurden diese dann auch immer l├Ąnger und ich musste mir schon des ├Âfteren Verfolgungswahn und Paranoia nachsagen lassen. Zumeist von Leuten, deren Passw├Ârter (bzw. ein Passwort f├╝r alle Accounts) ein mittelm├Ą├čig begabter Mensch mit Stift und Papier binnen Minuten h├Ątte erraten k├Ânnen, logisch.

Wie dem auch sei. Als mittelm├Ą├čig begabter Mensch bin ich jedenfalls vor einigen Jahren dazu ├╝bergegangen, aus Gr├╝nden der Bequemlichkeit (schlimm, was?) meine Passw├Ârter elektronisch zu verwalten. Die Software KeePass kam mir da wie gerufen. Ich musste mir so nur noch ein Horror-Passwort merken, den Rest erledigte die Software. Und das immer stabil und dank der Auto-Type-Funktion in der Praxis unter Windows und Linux auch ├Ąu├čerst komfortabel.

Zum ersten Mal ge├Ąrgert habe ich mich dann unter Mac OS X. Der KeePass-Ableger KeePassX ist auf diesem System zwar auch verf├╝gbar, hat aber keine eingebaute Auto-Type-Funktion. Nach kurzer, oberfl├Ąchlicher Recherche habe ich diese Tatsache dann einfach hingenommen und dem Umstand zugemessen, dass die meisten KeePassX-Entwickler wohl offenbar in der Linux-Welt zuhause sind und die Mac-Version daher ein eher stiefm├╝tterliches Dasein fristet. Summa summarum war die Nutzung auf dem Mac zwar ein paar Klicks aufw├Ąndiger, aber immer noch komfortabel genug.

H├Ątte ich nur etwas intensiver recherchiert.

Denn k├╝rzlich habe ich in Caschys Blog einen Artikel gelesen, in welchem er die Auto-Type-Funktion von KeePass unter Windows beschreibt. Habe dann in einem Kommentar angemerkt, dass es diese Funktion unter KeePassX auf Mac OS X aber nicht gibt. Ein weiterer Kommentator postete dann sp├Ąter den Link zu einem Foren-Posting. Hier hatte ein kundiger Hacker schon Ende 2009 der Mac-Version eben jene Auto-Type-Funktion verpasst.

Habe die Version nat├╝rlich sofort ausprobiert und war gleich schwer begeistert. Funktioniert n├Ąmlich ganz ausgezeichnet. Endlich auch unter Mac OS X der gleiche Komfort wie unter Windows und Linux.

Wer also KeePassX auch unter Mac OS X nutzen m├Âchte, sollte sich am besten gleich diese Version installieren.