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Allgemein Technik

Corona-Warn-App

Die Bundesregierung hat tats├Ąchlich jede Zeile des Codes der Corona-Warn-App ver├Âffentlicht. Sogar die Webseite, der Server und das API sind open source. Ich bin fast geneigt, mein Lob auszusprechen.

Aber was lese ich denn da:

The German government has asked SAP and Deutsche Telekom to develop the Corona-Warn-App for Germany as open source software. Deutsche Telekom is providing the network and mobile technology and will operate and run the backend for the app in a safe, scalable and stable manner. SAP is responsible for the app development, its framework and the underlying platform.

Wie, SAP und Telekom? Ich dachte immer, Jens Spahn h├Ątte alles in seinem Kinderzimmer auf dem C64 programmiert (und deswegen h├Ątte die Entwicklung so lange gedauert). ­čĄú­čĄ¬

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Technik

Freenet Funk

Mogelcom Mobilcom-debitel hat gestern einen neuen Mobilfunk-Provider auf den Markt gebracht: Freenet Funk. F├╝r 99 Cent pro Tag bekommt man dort unlimitiertes Datenvolumen. F├╝r 69 Cent gibt es 1 GB Datenvolumen pro Tag. In beiden Tarifen sind zus├Ątzlich Telefon- und SMS-Flatrate enthalten. Genutzt wird das Netz von o2.

Man kann die Tarife jeweils alle 14 Tage einmal pausieren. In dieser Zeit ist man aber nur noch via Telefon und SMS erreichbar, kann aber sonst nichts mit der Karte machen. Effektiv bezahlt man so alle 14 Tage 99 Cent oder 69 Cent, wenn man die Karte nur zwischendurch ben├Âtigt. Die Tarife sind zudem t├Ąglich k├╝ndbar.

Aus diesem Grund habe ich mir gestern Abend auch mal die App installiert und eine SIM-Karte bestellt. Die Nummer kann man sich sogar aussuchen. Aktuell gibt es die Vorwahl 0176 mit dem HLR 41, 42 oder 55. Waren ein paar ganz h├╝bsche Kombinationen dabei.

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Real Life

Ein Jahr ohne Zigaretten

Ich w├╝rde mal sagen, dass ich aus dem Gr├Âbsten heraus bin. In den vergangenen 12 Monaten hat es nicht einen einzigen Moment gegeben, in dem ich es ernsthaft in Erw├Ągung gezogen h├Ątte, mir wieder eine Zigarette anzuz├╝nden.

Mittlerweile ist es f├╝r mich vielmehr normal, nicht zu rauchen. In den ersten Wochen schwirrte mir immer der Gedanke im Hinterkopf herum, dass vielleicht morgen der Tag ist, an dem ich Bekanntschaft mit dem Thema R├╝ckfall schlie├če. Das ist heute nicht mehr so. Tabak ist als Option aus meinem Kopf verschwunden.

Ein Jahr ohne Zigaretten. Ich kann es immer noch nicht glauben. ­čśé

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Technik

Twitter aufr├Ąumen

Twitter, ein leidiges Thema bei mir. Vor 11 Jahren, als ich meinen Account registriert hatte, bin ich einigerma├čen begeistert gestartet. Mittlerweile ist das in den vergangenen Jahren aber ein wenig eingeschlafen. L├Âschen m├Âchte ich meinen Account (noch) nicht, aber doch mal ein wenig aufr├Ąumen.

Tweets l├Âschen

Da gibt es ja allerhand Apps, die das mehr oder weniger gut k├Ânnen. Das habe ich auch in der Vergangenheit hin und wieder mal gemacht.

Follower l├Âschen

Ich hatte, als ich Twitter noch regelm├Ą├čiger genutzt habe, um die 1200 Follower. In den letzten zwei Jahren war ich dort aber so gut wie gar nicht mehr aktiv. Dennoch waren es bis vorhin noch knapp ├╝ber 1000 Follower. 90% von denen kannte ich ├╝berhaupt nicht. Unter diesen waren auch einige Marketing-Fuzzies und sonstiger Bodensatz des Internets. Das musste also alles weg.

Leider kann man Follower nicht einfach so entfernen. Man muss sie blockieren. Wenn man sie danach wieder ent-blockiert, folgen die Accounts einem nicht mehr. Es gibt eine praktische Chrome-Erweiterung, mit der man automatisiert Follower blockieren kann.

Jetzt hatte ich nat├╝rlich knapp 1000 blockierte User in meinem Account. Auch irgendwie doof. Hier habe ich allerdings eine M├Âglichkeit gefunden, diese blockierten User ohne zus├Ątzliche Apps automatisiert aus dem Account zu entfernen.

Man loggt sich via Google Chrome in seinen Twitter-Account ein und wechselt in die Seite mit den blockierten Usern. Jetzt startet man die Chrome-Entwicklertools und ├Âffnet die Konsole. Mit var autoScroll = setInterval(() => window.scrollTo(0, document.body.scrollHeight),1000); wird die Seite ganz ans Ende gescrollt. F├╝r mich mit meinen 1000 Blockierten ganz praktisch. Ein clearInterval(autoScroll) stoppt das automatisierte Scrollen.

Abschlie├čend werden die User mit $('.user-actions-follow-button').click() wieder ent-blockt.

Fertig. Man hat jetzt wieder einen ┬╗sauberen┬ź Account ohne Follower und ohne blockierte User.

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Technik

Logfile-Analyse mit GoAccess auf einem Uberspace

Ich wollte mir heute nach langer Zeit mal einen aktuellen ├ťberblick ├╝ber die Crawler verschaffen, die meine Seite so ansteuern.

Da ich keine Zeit f├╝r und Lust auf Piwik Matomo habe, war ich auf der Suche nach einem schlanken Kommandozeilen-Programm, das direkt auf dem Server l├Ąuft und dort auf die access_log des Apache zugreift.

F├╝ndig geworden bin ich in GoAccess. Auf einem Uberspace l├Ąsst sich das schnell in Betrieb nehmen.

Download und Konfiguration

Zuerst laden wir es im Home-Verzeichnis herunter, entpacken es, benennen den Ordner um und betreten diesen:

cd ~
wget https://tar.goaccess.io/goaccess-1.3.tar.gz
tar -xzvf goaccess-1.3.tar.gz
mv goaccess-1.3/ goaccess/
cd goaccess

Anschlie├čend konfigurieren:

./configure – enable-geoip – enable-utf8 – prefix=/home/$USERNAME

Jetzt l├Ąsst sich GoAccess auch schon starten:

goaccess -a -p ~/goaccess/config/goaccess.conf -f /readonly/$USERNAME/logs/access_log

Nach dem Start des Programms muss man mit der SPACE-Taste nun noch Log-Format best├Ątigen, z.B. NCSA Combined Log Format. Nach der Best├Ątigung mit Enter wird das Dashboard gestartet.

Alias einrichten

Damit man nicht bei jedem Mal so viel tippen muss, richtet man sich noch einen Alias in der .bashrc ein:

nano ~/.bashrc

Der Alias k├Ânnte so ausschauen:

alias goaccess-log='goaccess -a -p ~/goaccess/config/goaccess.conf -f /readonly/$USERNAME/logs/access_log'

Jetzt noch die .bashrc neu einlesen:

source ~/.bashrc

Fertig. Das Programm l├Ąsst sich nun mit goaccess-log starten.

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Technik

Meine Hosting-Geschichte

Gestern Abend, als ich mit Kajo eine Gassi-Runde gedreht habe, musste ich spontan dar├╝ber nachdenken, bei welchem Hoster ich damals meine erste Domain registriert hatte.

Ich denke ja immer an komische Sachen, wenn ich mit dem Hund unterwegs bin, von daher ist das erst mal nicht verwunderlich. Verwunderlich war es dann aber, das alles zu rekonstruieren. Da musste ich schon erst mal genau nachgr├╝beln. ­čĄö

Vorgeschichte

Die erste Homepage hatte ich 1999. Damals bekam man bei AOL, meinem damaligen ISP, pro Account auch ein wenig Webspace. Die Seite war dann unter http://members.aol.com/$USERNAME erreichbar. Das hat mir erst einmal gereicht. Erstellt habe ich die Seiten zu der Zeit mit Microsoft FrontPage Express. Ins Web bef├Ârdert wurden sie mit WS_FTP.

Sp├Ąter hatte ich auch einen Account bei neXgo, die irgendwann von Arcor ├╝bernommen wurden. Die Webseiten waren hier unter http://home.nexgo.de/$USERNAME bzw. sp├Ąter unter http://home.arcor.de/$USERNAME zu erreichen. Den Arcor-Account hatte ich viele Jahre f├╝r diverse Sachen in Gebrauch.

Zu jener Zeit waren Web-Dienste popul├Ąr, bei denen man sich leichter zu merkende Subdomains anlegen und diese dann auf die URL der eigenen Homepage umleiten konnte. Spontan fallen wir da http://$USERNAME.de.tf oder http://$USERNAME.cjb.net ein.

Erste TLD bei PureTec

2001, das genaue Datum wei├č ich gar nicht mehr, habe ich meine beiden ersten Top-Level-Domains registriert: helmutkaczmarek.de und helmut-kaczmarek.de. Die liefen Anfangs bei PureTec. Ob diese Firma damals auch schon zu 1&1 geh├Ârte, wei├č ich leider nicht mehr. Ich w├╝rde das aber auch ohne einen Blick in die Wikipedia vermuten, da ich das Logo eindeutig in blauer Erinnerung habe. ­čśë

Host Europe

Kurze Zeit sp├Ąter zog ich die Domains zu Host Europe um, da ich meine Homepage unbedingt um PHP und MySQL erweitern wollte. Ob das bei PureTec nicht ging, das kann ich nicht mehr erinnern. Aber vermutlich war Host Europe wirtschaftlich (ich hatte mich ja gerade auf dem Ruhr-Kolleg angemeldet) und technisch die bessere Alternative. Jedenfalls lernte ich dann PHP und MySQL und hatte von da ab eine ┬╗dynamische┬ź Homepage. Mein Kumpel J├Ârg, der zeitgleich Wirtschaftsinformatik an der FH Dortmund studierte (also auch richtig Ahnung von der Materie hatte), stand mir hierbei immer tatkr├Ąftig mit Rat und Tat zur Seite. Neben PHP und MySQL besch├Ąftigte ich mich auch viel mit HTML und CSS. FrontPage Express nutzte ich also nicht mehr. Die Seiten wurden ┬╗from scratch┬ź geschrieben. Mein damaliger Editor war Waeverslave.

Neue Medien M├╝nnich (all-inkl.com)

Bei Host Europe war ich allerdings auch nicht lange. Ich zog um das Jahr 2002 herum wieder um. Dieses Mal zu Neue Medien M├╝nnich. J├Ârg hatte mir die empfohlen. Ein recht neuer Webhoster, bei dem man f├╝r wenig Geld guten Service bekam. Ich fand den Namen ┬╗All-Inkl┬ź anfangs zwar doof, aber er war eben auch Programm, da hier u.a. s├Ąmtlicher Traffic schon inbegriffen war. Denselben Account habe ich ├╝brigens heute immer noch. Es gab einfach nie einen gescheiten Grund, dort wieder wegzugehen. Der Kundenservice ist hervorragend und auf technische Entwicklungen wird auch schnell reagiert. Als letztes Beispiel f├Ąllt mir da das Thema ┬╗https┬ź ein. Schon recht fr├╝h konnte man dort kostenlos eigene TLS-Zertifikate einbinden, kurze Zeit sp├Ąter auch schon die von ┬╗Let’s Encrypt┬ź.

Testweise auch mal DomainFactory

J├Ârg war schon immer bei DomainFacory. Als Selbstst├Ąndiger hatte er da einen Reseller-Account. Damals war mir DomainFactory aber als Privatperson immer zu teuer. Trotzdem habe ich sie vor einigen Jahren mal getestet. Im Prinzip fand ich die auch sehr gut. Einen gro├čen Nachteil hatte DomainFactory aber f├╝r mich: die haben t├Ąglich in jeder Nacht das Administrationsmen├╝ in einen mehrst├╝ndigen Wartungsmodus gesetzt. F├╝r einen chronisch nachtaktiven Studenten war das nat├╝rlich ├╝berhaupt nichts. Schade. Oder zum Gl├╝ck, denn die wurden ja 2013 von Host Europe ├╝bernommen.

vServer

Seit 2007 bin ich Linux-User. Ich fand es besonders spannend, jetzt auch mal das Betriebssystem, auf dem meine Homepage immer lief, so richtig kennenzulernen. Nachdem ich dann Serveradministration ein paar Jahre ernsthaft ge├╝bt hatte, traute ich es mir 2013 endlich zu, einen eigenen vServer in Betrieb zu nehmen.

Das war auch wirklich eine ganz wunderbare Sache. Und obwohl ich dank der jahrelangen ├ťbung genau wusste, was ich da mache, habe ich recht schnell festgestellt, dass so etwas eigentlich ein 24-Stunden-Job ist. Das hatte ich freilich vorher schon geahnt, dann aber erst am eigenen Leibe erfahren, wie anstrengend es tats├Ąchlich ist. Nicht von der Materie her (das hatte ich ja sehr lange ge├╝bt), sondern was die Aufmerksamkeit betrifft. So ein Server braucht immer Aufmerksamkeit. Im Idealfall auch, wenn man schl├Ąft. Der Server macht da keine Ausnahmen. Wenn man mal ein Wochenende keine Lust auf sowas hat, ist das sehr schlecht.

Daher habe ich mich nach ein paar Monaten schweren Herzenz entschieden, den Server wieder vom Netz zu nehmen. Spa├č macht mir das aber nat├╝rlich immer noch, sodass ich auch heute noch immer flei├čig am ├ťben bin bzw. mich in Sachen Linux immer auf dem Laufenden halte. Nur haben diese Server dann eben keinen Zugang mehr zum Internet.

Uberspace

Ich hatte nat├╝rlich auch l├Ąngst einen ALL-INKL-Account mit Shell-Zugang. Der ist nur leider sehr stark eingeschr├Ąnkt. Ich habe mir dann (ebenfalls 2013) bei Uberspace einen Account zugelegt. Da bekommt man einen vollwertigen Linux-Account auf dem Server, fast ohne Einschr├Ąnkungen. Gut, Root-Zugang hat man freilich nicht. Aber daf├╝r darf man dann auch mal ein paar Tage ┬╗keine Lust auf sowas┬ź haben.

Uberspace ist heute neben ALL-INKL gewisserma├čen mein zweiter Webhoster. Ich kann mir diese Firma gar nicht mehr wegdenken. Mit meinem Uberspace-Account habe ich schon tolle Sachen gemacht: z.B. einen eigenen Jabber-Server betrieben oder ein Ghost-Blog gehostet. Alles Dinge, die mit einem ┬╗normalen┬ź Webhoster wie ALL-INKL nicht realisierbar sind.

Technisch gesehen steht Uberspace in meiner Gunst mittlerweile sogar leicht ├╝ber ALL-INKL. Bei den Backups f├Ąngt das schon an. Bei ALL-INKL kann man zwar per E-Mail nach einem Backup fragen (was auch problemlos funktioniert und f├╝r technisch nicht so interessierte User eine tolle Sache ist), aber ich mache so etwas schon seit ein paar Jahren lieber alles selbst.

Ich habe mir damals dann ein kleines PHP-Skript geschrieben, mit dem ich meinen Webspace und die MySQL-Datenbanken sichere. PHP nur deswegen, weil auch die Cronjobs bei ALL-INKL in ihrer Funktionalit├Ąt extrem beschnitten und nur via KAS ┬╗von au├čen┬ź zu erreichen sind. Automatisieren lie├č sich das bei ALL-INKL also nur via PHP und ┬╗Cronjob┬ź (ich setze das bewusst in Anf├╝hrungszeichen, da das bei denen keine vollwertigen Cronjbs sind).

Als erfahrener Linux-User wusste ich nat├╝rlich, dass das auch eleganter geht. Und bei Uberspace hat man einen vollwertigen Userspace und daher nat├╝rlich auch Zugriff auf die Crontab. Ich hatte mir f├╝r meinen vServer ein Shell-Skript geschrieben; ein Hardlink-Rotations-Backup, das t├Ąglich bestimmte Ordner sichert. Ein ├Ąhnliches Shell-Skript f├╝r die MySQL-Datenbanken. Diese Skripte sind nat├╝rlich hervorragend geeignet f├╝r Uberspace.

Heute sichere ich damit vom Uberspace via verschl├╝sselter SSH-Verbindung meinen ALL-INKL-Account plus die Datenbanken. Dank Cron alles vollautomatisch.

Bei Ubersapce gibt es ├╝brigens ein ganz ├Ąhnliches Backup-System, das auch wunderbar funktioniert. Man muss also nicht unbedingt mit krassen Shell-Skripten herummachen, wenn man nicht gerade einen Remote Host sichern m├Âchte (oder seinen Uberspace auf einem solchen kopieren m├Âchte).

Fazit

Also mittlerweile kann ich sagen, dass ALL-INKL und Uberspace die perfekte Kombination f├╝r mich ist. ALL-INKL lohnt sich alleine schon wegen des relativ hohen Speicherplatzes (bei Uberspace hat man nur 10GB pro Account) und der Inklusiv-Domains (Uberspace ist ein reiner Webhoster und kein Registrar) und bei Uberspace sind die Freiheiten, die man dank des vollwertigen Linux-Users hat, einfach unschlagbar.

Entscheiden k├Ânnte ich mich zwischen beiden ehrlich gesagt auch nicht. Aber wozu auch? ­čśÄ

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Technik

Meine Software auf dem Desktop (2019)

Ich habe gerade eben mal dar├╝ber nachgedacht, welche Software mindestens auf meinem System installiert sein m├╝sste, damit ich einigerma├čen produktiv arbeiten k├Ânnte.

Da ich seit einigen Jahren darauf achte, so zukunftssicher wie m├Âglich zu sein, f├Ąllt die Liste der ┬╗ziemlich wichtigen┬ź Software doch einigerma├čen ├╝bersichtlich aus.

Ziemlich wichtig

  • Notepad++. Seit vielen Jahren mein Standard-Editor, mit dem ich so gut wie alles schreibe. Entweder in Markdown, oder inÔÇŽ
  • LaTeX. L├Ąngere Texte setze ich seit Anfang 2011 so gut wie ausschlie├člich hiermit.
  • AutoHotkey. Eine Skriptsprache, mit der ich viele Dinge automatisiere.
  • VeraCrypt. Der TrueCrypt-Nachfolger. Seit Jahren verschl├╝ssele ich meine Daten damit.
  • DocFetcher. Die Windows-Suche ist dank der Indizierungsoptionen zwar auch sehr gut zu gebrauchen, dennoch nutze ich f├╝r meinen digitalen Zettelkasten DocFetcher als Suchmaschine. Das ist praktisch f├╝r Dateien, die z.B. in einem VeraCrypt-Container liegen, die erst nach dem Systemstart eingebunden und daher vom Windows-Suchindex nicht erfasst werden. Ich habe mir zwar mal ein kleines Batch-Skript geschrieben, welches den Suchindex dann neustartet, aber mit DocFetcher ist das einfach besser.
  • KeePass. Mit irgendeiner Software muss ich meine Passw├Ârter ja verwalten. Hier kommt nat├╝rlich nur Freie Software infrage.
  • Google Chrome. Tja, ohne Webbrowser geht es nicht. So richtig gl├╝cklich bin ich mit Chrome allerdings nicht mehr, vor allem in Hinsicht auf die j├╝ngsten Entwicklungen. Vielleicht werde ich irgendwann mal wieder einen kritischen Blick auf den Firefox werfen. In guter Erinnerung habe ich den allerdings nicht mehr. Hat mich auch nur noch genervt, als ich damals auf Chrome umgestiegen bin.
  • Spotify. Okay, das l├Ąuft nicht gerade unter ┬╗future-proof┬ź, aber ich liebe Spotify trotzdem. Ich habe sogar noch einen der alten Accounts f├╝r 5 Euro. Musik, die mir sehr gef├Ąllt, kaufe ich aber trotzdem immer als MP3 und kopiere sie mir bei Bedarf auch auf mein Smartphone (wo ich Spotify nicht nutze). Somit w├Ąre es auch nicht ganz so tragisch, sollte Spotify irgendwann wieder vom Markt verschwinden.

Ohne diese Software w├Ąre ich momentan einigerma├čen aufgeschmissen und m├╝sste meine Arbeitsabl├Ąufe erheblich umgestalten. Somit hat sich die Frage nach dem Betriebssystem auf dem Desktop auch schon erledigt: ich bin ÔÇô dank Notepad++ und AutoHotkey ÔÇô an Windows gekettet.

Zugegeben, unter Linux oder Mac OS w├╝rde ich sicherlich schnell einen passenden Texteditor finden. Und was die Verschl├╝sselung angeht, bin ich auf dem Linux-Desktop nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Informationen. Zuletzt habe ich dort Dateien verschl├╝sselt, als EncFS noch sicher war.

Ein gro├čes Problem w├Ąren die Automatisierungen, denn eine AutoHotkey-Alternative gibt es f├╝r mich nicht. Mit autokey habe ich mal unter Linux gearbeitet. ├ťberzeugt hat mich das aber leider ├╝berhaupt nicht.

Installiere ich auch

  • PuTTY. SSH-Client, mit dem ich mich von Windows aus auf meinem Server verbinde.
  • FileZilla. FTP-Client, falls mal n├Âtig.
  • CryptSync. Damit verschl├╝ssele ich auf Basis von 7-Zip Datenbest├Ąnde, die ich z.B. in meinem OneDrive speichern m├Âchte, da OneDrive, anders als Dropbox, keine differentielle Synchronisation (von Office-Dokumenten mal abgesehen) kann und VeryCrypt somit weniger Sinn macht.
  • Joplin. Habe ich seit ein paar Monaten laufen. Eine recht nette Notizen-Verwaltung, die auch Markdown kann (sehr wichtig) und die Notizen verschl├╝sselt speichert. Es gibt auch eine brauchbare iPhone-App. H├╝bsch ist die allerdings nicht.
  • Pandoc. Falls ich einen in Markdown geschriebenen Text mal schnell in ein anderes Dateiformat konvertieren m├Âchte. Kommt nur sehr selten vor. Trotzdem geh├Ârt Pandoc f├╝r mich auf den Rechner.
  • Microsoft Office. Im ┬╗realen Leben┬ź kommen mir leider immer noch zu viele Dinge unter, f├╝r die Microsoft Office dann einfach praktisch ist. Rein privat betrachtet brauche ich es aber nicht.
  • LibreOffice. Ehrlich gesagt installiere ich es seit langer Zeit nur noch, um zu schauen, wie es sich im Vergleich zu Microsoft Office so entwickelt. Produktiv im Einsatz habe ich es aber nicht mehr.
  • Mozilla Thunderbird. Keine Ahnung, wieso ich den noch installiere. In meinem Bekanntenkreis nutzt so gut wie kein Mensch mehr E-Mail.
  • Duplicati. Eine ziemlich gescheite Backup-Software, wie ich finde.

Fr├╝her mal wichtig

  • Pidgin f├╝r ICQ und Jabber/XMPP. Jabber war in meinem Bekanntenkreis kaum verbreitet, ICQ hingegen schon. Als ich mich vor ein paar Jahren spa├česhalber mal wieder in meinen ICQ-Account eingeloggt hatte, war da aber auch kein Mensch mehr online. Diese Art der Kommunikation l├Ąuft ja heutzutage fast nur noch ├╝ber WhatsApp auf dem Smartphone.
  • E-Mail-Verschl├╝sselung mit Thunderbird. Ich habe es aufgegeben. Viele Jahre lang habe ich versucht, mein Umfeld davon zu ├╝berzeugen, E-Mails zu verschl├╝sseln. Mittlerweile halte ich das f├╝r ein sinnloses Unterfangen. In Ermangelung geeigneter Kontakte installiere ich PGP heutzutage gewisserma├čen nur noch aus nostalgischen Gr├╝nden. Schade, aber was will man machen.
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Technik

Aldi Talk

Ich bin, nachdem mir die astronomischen Preise der Telekom in den vergangenen Jahren immer mehr auf die Nerven gegangen sind, letzten Monat mit meiner Rufnummer in das Netz von o2 gewechselt. Genauer gesagt zu Aldi Talk. Das hatte ich eigentlich schon l├Ąnger vor.

Aber bei den Prepaid-Anbietern gab es meist kein LTE und auch keine Telefon- und SMS-Flatrate. Ich telefoniere zwar nicht viel und verschicke auch relativ wenige SMS. Aber wenn, dann m├Âchte ich da nicht jeden Monat irgendwelche Z├Ąhler zur├╝cksetzen oder Inklusivminuten im Hinterkopf behalten.

LTE gibt es bei Aldi Talk mittlerweile seit 2016. Eine Allnet-Flat f├╝r Telefonie und SMS seit Juni. Und das alles f├╝r 7,99 Euro pro vier Wochen. Einem Wechsel stand also prinzipiell nichts mehr im Weg. Und f├╝r den Preis war ich auch bereit, Abstriche bei der Qualit├Ąt des Netzes zu machen.

Starter-Set, Registrierung und Portierung

Meine letzte Portierung ist ja nun schon ein paar Jahre her. Zudem war diese eher nur ein Test, um das ├╝berhaupt mal gemacht zu haben. Jetzt sollte aber meine ┬╗normale┬ź Handynummer das Netz wechseln. Also ab in den n├Ąchsten Aldi und dort an der Kasse am 3. November das Starter-Set gekauft. So weit, so unspektakul├Ąr.

Kundenmen├╝ von ┬╗Aldi Talk┬ź

Interessant wurde aber der n├Ąchste Schritt. Man muss sich ja neuerdings auch bei Prepaid-Karten via Personalausweis legitimieren. Ich hatte aber ehrlich gesagt keine Lust, erst mal etwas auszudrucken und damit dann zur Post zu laufen. Also habe ich das direkt am 5. November mit der Registrierungs-App von Aldi Talk ausprobiert. Das hat zu meinem Erstaunen sehr gut geklappt, die Karte war ein paar Minuten sp├Ąter im Netz.

Die Portierung meiner Rufnummer habe ich direkt in der App beantragt. Vorher nat├╝rlich noch bei der Telekom angerufen und im Freigabe der Nummer meines gek├╝ndigten Vertrags gebeten. Ein paar Minuten sp├Ąter bekam ich schon eine SMS von Aldi Talk. Die Portierung wurde f├╝r den 13. November angek├╝ndigt. Alles sehr unkompliziert.

Qualit├Ąt des Netzes

Da war ich ehrlich gesagt schon ein wenig besorgt. Zwar war ich bereit, mir f├╝r weniger Geld auch weniger Qualit├Ąt einzukaufen. Aber trotzdem hatte ich immer die ganzen Leute im Hinterkopf, die ├╝ber das o2-Netz laut schimpfen. Ich rechnete also beim Telefonieren mit einer h├Ârbar schlechteren Qualit├Ąt und mit regelm├Ą├čigen Verbindungsabbr├╝chen.

Die Sorge war allerdings unbegr├╝ndet. Ich hatte mir z.B. hier zu Hause am Schreibtisch in den vergangenen Jahren eine merkw├╝rdige Telefon-Haltung angew├Âhnt. Denn wenn ich mit meiner Telekom-Karte telefoniert habe, musste ich mich immer ein wenig nach rechts in Richtung Fenster beugen, da ich dann besseren Empfang hatte. Lehnte ich mich nach links, wurde die Gespr├Ąchsqualit├Ąt deutlich schlechter. Mit meiner Aldi-Talk-Karte habe ich dieses Problem nicht. Die Gespr├Ąchsqualit├Ąt ist hier in der gesamten Wohnung deutlich besser als mit der Telekom.

Gut, das kann auch Zufall sein. Also habe ich tagelang gezielt an den Orten telefoniert, an welchen ich mich regelm├Ą├čig aufhalte mit dem Ergebnis, dass die Gespr├Ąchsqualit├Ąt ├╝berall ausgezeichnet ist. Ich war wirklich erstaunt.

Mit dem Datentransfer sieht es nat├╝rlich ein wenig anders aus. Der LTE-Empfang ist bei Aldi Talk auf 21,6 Mbit/s im Download und 8,6 Mbit/s im Upload begrenzt ist. Aber sind wir mal ehrlich: da merkt man im t├Ąglichen Gebrauch keinen Unterschied. Ob ein Foto jetzt in einer halben oder anderthalb Sekunden via WhatsApp ├╝bertragen wird, ist mir pers├Ânlich egal. Wichtig ist mir nur, dass es ├╝bertragen wird.

Und da habe ich mich in den letzten Jahren immer mal wieder ├╝ber die Telekom ge├Ąrgert. Denn hier im ├Âstlichen Ruhrgebiet gibt es tats├Ąchlich auch heute noch einige Ecken, in denen man mit der Telekom gar keinen LTE-Empfang hat. Der Witz hierbei: man hat dann nur Edge, ausnahmslos. Das mobile Internet ist dann schon extrem eingeschr├Ąnkt. Fotos verschicken kann man da vergessen.

Im o2-Netz habe ich hier auch Stellen entdeckt, an denen ich kein LTE empfange. Allerdings sind das nur zwei kleine Ecken. Und hier habe ich dann aber immer 3G.

Fazit

Ich kann nicht meckern. Im Gegenteil. Bei Aldi Talk ist LTE zwar gedrosselt, aber absolut brauchbar. Im t├Ąglichen Gebrauch merkt man da ├╝berhaupt keinen Unterschied.

Ich habe das nat├╝rlich auch gemessen und festgestellt, dass die von Aldi Talk versprochenen Werte wirklich erreicht werden. In Geb├Ąuden liegen sie knapp darunter. Aber das ist bei der Telekom ja auch nicht anders. So werden aus den ┬╗bis zu 300 MBit/s im Download┬ź hier bei mir am Schreibtisch nur 30 MBit/s, drau├čen 40 MBit/s. Mit Aldi Talk erreiche ich von den maximalen 21,6 MBit/s immerhin noch 18 MBit/s, unterwegs immer fast die 21,6 MBit/s.

Bei der Gespr├Ąchsqualit├Ąt liegt das Netz von o2 in meinen Ohren hier aktuell deutlich vor der Telekom.

Daher bin ich auch ganz besonders begeistert vom Preis. Ich ben├Âtige nicht viel Datenvolumen. Mit 1,5 GB komme ich v├Âllig problemlos aus. Mein alter Telekom-Vertrag (┬╗Magenta Mobil S mit Handy, 1. Generation┬ź) kostete im Monat 39,95 Euro und ist mit seinem Datenvolumen von 1 GB schon ein wenig angestaubt. W├╝rde ich in einen aktuellen Tarif wechseln, l├Ąge ich bei mindestens 36,95 Euro. Mit Smartphone-Option dann schon bei 46,95 Euro; mit ┬╗Top-Smartphone┬ź sogar bei 56,95 Euro.

So bezahle ich jetzt erst mal nur noch 7,99 Euro f├╝r vier Wochen.

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Real Life

Die Sache mit dem Geruch

Die Sache mit dem Geruch ist wirklich interessant. Einerseits mag ich den Geruch frisch verbrannten Tabaks immer noch. Auf der anderen Seite aber finde ich den abgestanden Geruch, den Raucher ein paar Minuten nach der letzten Zigarette verbreiten, absolut ekelhaft.

Diese Dinge sind mir nat├╝rlich vorher nicht aufgefallen, da ich sie ÔÇô in Ermangelung eines funktionierenden Geruchssinns ÔÇô vorher nicht wahrgenommen habe. Die sch├Ânste Sache ist es also bis jetzt, dass ich selbst nicht mehr so stinke.

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Real Life

Eine Woche ohne Zigaretten

Ich habe meinen anf├Ąnglich Plan, mit dem Nautilus weniger zu rauchen, noch ein wenig ausweiten k├Ânnen. Genau genommen habe ich seit dem Kauf der Dampfe gar keine Zigarette mehr geraucht.

Eine Woche ohne Kippen. Das w├Ąre noch vor zwei Wochen in meinem Kopf ein Ding der Unm├Âglichkeit gewesen. Was hat sich in dieser Zeit getan? Mein Geruchssinn hat sich extrem verbessert. Ich kann nun sogar die Nachbarn riechen, wenn sie kurz vor mir in Parfum eingenebelt das Haus verlassen haben. Zudem kann ich jetzt ganz genau riechen, wer bei uns im Haus raucht. Dazu brauche ich nur an der T├╝r vorbeizulaufen.

Der Geschmackssinn ist ebenfalls wieder da. Das hat sich in den vergangenen Tagen aber als einigerma├čen gro├čes Problem herausgestellt. Anfangs hatte ich die Bef├╝rchtung, dass ich einer von den Dampfern bin, die morgens noch ihre Zigarette brauchen. Zum Gl├╝ck trinke ich mittlerweile auch keinen Kaffee mehr, sodass sich das bei mir nicht als problematisch herausstellt.

Leider habe ich aber jetzt festgestellt, dass ich die Zigarette nach dem Essen brauche. In Kombination mit dem ┬╗neuen┬ź Geschmackssinn war das richtig f├╝rchterlich. Ich fand einfach alles nur noch ekelig. Zum Gl├╝ck verschwand das ganz pl├Âtzlich wieder.

Am Dienstag, nachdem mir klar war, dass ich auch weiterhin mal probieren m├Âchte, ohne Zigaretten auszukommen, habe ich mir direkt noch zwei fertige Liquids gekauft. Aber geschmacklich sind die alle nicht so toll. Also habe ich mich im Internet mal nach leckeren Aromen umgeschaut.

Mein Favorit war sofort ┬╗Lemon Tart┬ź von Dinner Lady. Dummerweise ist das aber offenbar nichts f├╝r meine MTL-Dampfe. Das sei wegen des h├Âheren VG-Anteils zu dickfl├╝ssig f├╝r den Nautilus. Er war dann so freundlich, mir ┬╗Emma┬ź von Smoking Bull anzumischen. Das schmeckt ebenfalls nach Zitronenkuchen und liegt geschmacklich in einer ganz anderen Liga, als dieses fertige Zeug.