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X Window System

┬╗Es dauerte eine Weile, bis ich mich an die Existenz einer grafischen Schnittstelle gew├Âhnt hatte. Ich glaube, ich habe sie im ersten Jahr oder so nicht einmal t├Ąglich genutzt. Mittlerweile kann ich nicht mehr ohne sie leben. Wenn ich arbeite, sind immer Unmengen von Fenstern offen.┬ź

Linus Torvalds/David Diamond (2001): Just For Fun. Wie ein Freak die Computerwelt revolutionierte. M├╝nchen/Wien: Carl Hanser Verlag. S. 125.
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Finnen

┬╗Da wir Finnen es hassen, von Angesicht zu Angesicht miteinander zu reden, bilden wir den idealen Markt f├╝r Mobiltelefone.┬ź

Linus Torvalds/David Diamond (2001): Just For Fun. Wie ein Freak die Computerwelt revolutionierte. M├╝nchen/Wien: Carl Hanser Verlag. S. 41.
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Just For Fun

Ich wollte Linus Torvalds‘ Autobiografie ja schon immer mal lesen, aber irgendwie ist es bis jetzt nicht dazu gekommen. Das finde ich allerdings insofern nicht tragisch, als nun beim Lesen noch ein ganz anderer Aspekt hinzukommt: historische Distanz.

Die damalige Aufbruchstimmung ist l├Ąngst verflogen. Linux hat es lediglich im Serverbereich (und sp├Ąter als Kernel in Android auch auf Smartphones) zu gro├čer Verbreitung gebracht, wohingegen es auf dem Desktop leider nur eine geringe Rolle spielt.

Das ist ÔÇô in Hinsicht auf den Titel ÔÇô nat├╝rlich kein Drama. Ich bin jedenfalls mal gespannt, wie sich ┬╗Just For Fun┬ź so liest.

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Bash-Prompt umgestalten

Wenn ich auf einem Linux-System unterwegs bin und auf der Bash das aktuelle Verzeichnis wissen m├Âchte/muss, mache ich das meist ganz klassisch mit pwd (print working directory).

Auf meinem Uberspace soll das aber zuk├╝nftig direkt im Prompt (also der Eingabeaufforderung) der Bash stehen. Das kann man mit wenigen Handgriffen an der Umgebungsvariable PS1 ├Ąndern.

PS1

Der aktuelle Zustand wird mit echo $PS1 ausgelesen. Auf einem frisch eingerichteten Uberspace 7 bekommt man folgende Ausgabe (der User hat in diesem Beispiel den html-Ordner ├╝ber den symbolischen Link im Home-Verzeichnis betreten):

[username@host html]$echo $PS1
[\u@\h \W]$

Angezeigt wird im Prompt also der angemeldete User, gefolgt von einem @-Zeichen, dem Hostnamen, einem Leerzeichen sowie dem aktuellen Verzeichnis und einem $-Zeichen. Das alles steht in eckigen Klammern.

Ich m├Âchte aber nun, dass nicht nur zus├Ątzlich der komplette Pfad angezeigt wird. Wenn ich schon mal dabei bin, ├Ąndere ich auch gleich noch ein paar andere Dinge. Insgesamt soll mein Prompt auf dem Server diese Form haben:

username@FQDN pfad $

Der Username, gefolgt von einem @, dem FQDN (fully qualified domain name), einem Leerzeichen, dem kompletten Pfad, einem weiteren Leerzeichen, dem $-Zeichen und schlie├člich einem zus├Ątzlichen Leerzeichen. Die eckigen Klammern sollen ebenfalls verschwinden.

Folgendes muss hierf├╝r in die PS1 eingetragen werden:

PS1='\u@\H \w $ '

Das Ergebnis schaut im html-Verzeichnis dann so aus:

username@host.uberspace.de ~/html $ 

Oder, wenn man das html-Verzeichnis nicht ├╝ber den symbolischen Link im Home-Verzeichnis, sondern ├╝ber die unterste Ebene des Systems betritt, eben so:

username@host.uberspace.de /var/www/virtual/username/html $ 

Eine Auflistung weiterer Variablen gibt es z.B. hier.

Das alles geht allerdings auch noch komplizierter. ­čśë

Mit Farben

Man kann den Prompt z.B. farblich gestalten. Die Form

username@host.uberspace.de:/var/www/virtual/username/html$

mit den Farben Gr├╝n und Hellblau w├╝rde sich so ganz gut machen:

PS1='\[3[0;32m\]\u\[\e[m\]\[3[0;32m\]@\[\e[m\]\[3[0;32m\]\H\[\e[m\]:\[3[1;34m\]\w\[\e[m\]\$ '

Mir pers├Ânlich gef├Ąllt dieses Beispiel sogar noch besser als das weiter oben, also lasse ich es auch so. Ein paar Farben k├Ânnen ja nicht schaden. ­čĹŹ

Man k├Ânnte den Prompt nat├╝rlich noch mehr umgestalten, etwa auch mit Hintergrundfarben, aber das w├Ąre mir pers├Ânlich dann schon wieder zu un├╝bersichtlich.

Änderungen dauerhaft nutzen

Die Änderungen an der Umgebungsvariablen PS1 gehen freilich verloren, wenn man sich neu im System einloggt.

Damit diese dauerhaft gespeichert werden, muss man einen Eintrag in der .bashrc im Home-Verzeichnis hinterlegen. Dieser k├Ânnte etwa so aussehen:

# Bash-Prompt
# Default auf diesem System war:
# [\u@\h \W]$
PS1='\[3[0;32m\]\u\[\e[m\]\[3[0;32m\]@\[\e[m\]\[3[0;32m\]\H\[\e[m\]:\[3[1;34m\]\w\[\e[m\]\$ '

Abschlie├čend die .bashrc neu einlesen:

source ~/.bashrc

Alternativ k├Ânnte man sich nat├╝rlich auch einfach neu am Server anmelden.

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Tiny Tiny RSS auf Uberspace 7

­čĺí Update am 24.05.2023: Da ich hin und wieder Anfragen zur Installation von Tiny Tiny RSS auf Uberspace 7 bekomme, sei einleitend angemerkt, dass ich mittlerweile FreshRSS nutze und auch empfehle.

Ich bin erst k├╝rzlich (naja, im Dezember) von Uberspace 6 auf Uberspace 7 umgestiegen und wollte dort auch Tiny Tiny RSS installieren, was problemlos funktioniert hat.

Im Folgenden eine kleine Anleitung, wie man den RSS-Reader auf einem frisch eingerichteten Uberspace-7-Account installieren kann. Als Datenbank kommt MySQL MariaDB zum Einsatz, die Installation liegt in https://$USERNAME.uber.space/ttrss. Das geht nat├╝rlich auch mit eigenen Domains.

Installation

Download

Zuerst betreten wir den html-Ordner und klonen das Git-Repository in den Unterordner ttrss:

cd /var/www/virtual/$USERNAME/html/
git clone https://tt-rss.org/git/tt-rss.git ttrss

Datenbank

Jetzt erstellen wir eine neue Datenbank f├╝r Tiny Tiny RSS:

mysql -e "Create Database $USERNAME_ttrss"

Das Passwort wurde bei der Einrichtung des Uberspace-Accounts automatisch angelegt und ist im Homeverzeichnis zu finden:

cat ~/.my.cnf

Tiny Tiny RSS ist jetzt ├╝ber das WWW erreichbar und kann eingerichtet werden. Die Default-Zugangsdaten lauten:

Username: admin
Passwort: password

Das Passwort sollte man nat├╝rlich am besten umgehend ├Ąndern. ­čśë

RSS-Feeds aktualisieren

Manuell

Wenn man seine RSS-Feeds nur am Desktop-Rechner oder Notebook liest, w├╝rde es prinzipell reichen, wenn man sich via Shell am Server anmeldet und den Daemon dort startet:

php /var/www/virtual/html/$USERNAME/ttrss/update.php --daemon

Mit Strg+c wird der wieder gestoppt. Alternativ k├Ânnte man das auch in ein Shell-Skript schreiben und dieses nach der Anmeldung am Server z.B. mit dem .bashrc-Alias ttrss starten.

Automatisiert

Das alles geht nat├╝rlich auch automatisch und ist ganz praktisch, wenn man tippfaul ist oder die Feeds auch via App auf dem Telefon lesen m├Âchte.

Via Cronjob

Die Crontab mit crontab -e ├Âffnen und z.B. folgende Zeilen eintragen:

# Tiny Tiny RSS
*/30 * * * * php /var/www/virtual/$USERNAME/html/tt-rss/update.php --feeds --quiet

Die Feeds werden hierbei alle 30 Minuten aktualisiert.

Als Dienst

Hierf├╝r k├Ânnte z.B. im Ordner ~/scripts das Shell-Skript ttrss.sh mit folgendem Inhalt erstellt werden:

#!/bin/bash
cd /var/www/virtual/&USERNAME/html/ttrss/
exec php ./update_daemon2.php --daemon 2>&1

Ausf├╝hrbar machen:

chmod u+rwx ~/scripts/ttrss.sh

Nun wird f├╝r dieses Skript ein Dienst eingerichtet (an dieser Stelle k├Ânnte auch, wie weiter oben bereits angesprochen, ein .bashrc-Alias Verwendung finden):

cd ~/etc/services.d/
nano ttrss.ini

Der Inhalt der ttrss.ini:

[program:ttrss]
command=/home/$USERNAME/scripts/ttrss.sh
autostart=yes
autorestart=yes

Die neue ttrss.ini einlesen:

supervisorctl reread

ÔÇŽund starten:

supervisorctl update

Sollte es keine Fehlermeldungen geben, l├Ąuft Tiny Tiny RSS jetzt als eigener Dienst auf dem Server, was man sich z.B. im Programm htop jetzt anschauen k├Ânnte.

Weitere Befehle:

Neustarten mit supervisorctl restart ttrss, stoppen mit supervisorctl stop ttrss, starten mit supervisorctl start ttrss.

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Technik

Logfile-Analyse mit GoAccess auf einem Uberspace

Ich wollte mir heute nach langer Zeit mal einen aktuellen ├ťberblick ├╝ber die Crawler verschaffen, die meine Seite so ansteuern.

Da ich keine Zeit f├╝r und Lust auf Piwik Matomo habe, war ich auf der Suche nach einem schlanken Kommandozeilen-Programm, das direkt auf dem Server l├Ąuft und dort auf die access_log des Apache zugreift.

F├╝ndig geworden bin ich in GoAccess. Auf einem Uberspace l├Ąsst sich das schnell in Betrieb nehmen.

Download und Konfiguration

Zuerst laden wir es im Home-Verzeichnis herunter, entpacken es, benennen den Ordner um und betreten diesen:

cd ~
wget https://tar.goaccess.io/goaccess-1.3.tar.gz
tar -xzvf goaccess-1.3.tar.gz
mv goaccess-1.3/ goaccess/
cd goaccess

Anschlie├čend konfigurieren:

./configure --enable-geoip --enable-utf8 --prefix=/home/$USERNAME

Jetzt l├Ąsst sich GoAccess auch schon starten:

goaccess -a -p ~/goaccess/config/goaccess.conf -f /readonly/$USERNAME/logs/access_log

Nach dem Start des Programms muss man mit der SPACE-Taste nun noch Log-Format best├Ątigen, z.B. NCSA Combined Log Format. Nach der Best├Ątigung mit Enter wird das Dashboard gestartet.

Alias einrichten

Damit man nicht bei jedem Mal so viel tippen muss, richtet man sich noch einen Alias in der .bashrc ein:

nano ~/.bashrc

Der Alias k├Ânnte so ausschauen:

alias goaccess-log='goaccess -a -p ~/goaccess/config/goaccess.conf -f /readonly/$USERNAME/logs/access_log'

Jetzt noch die .bashrc neu einlesen:

source ~/.bashrc

Fertig. Das Programm l├Ąsst sich nun mit goaccess-log starten.

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Meine Hosting-Geschichte

Gestern Abend, als ich mit Kajo eine Gassi-Runde gedreht habe, musste ich spontan dar├╝ber nachdenken, bei welchem Hoster ich damals meine erste Domain registriert hatte.

Ich denke ja immer an komische Sachen, wenn ich mit dem Hund unterwegs bin, von daher ist das erst mal nicht verwunderlich. Verwunderlich war es dann aber, das alles zu rekonstruieren. Da musste ich schon erst mal genau nachgr├╝beln. ­čĄö

Vorgeschichte

Die erste Homepage hatte ich 1999. Damals bekam man bei AOL, meinem damaligen ISP, pro Account auch ein wenig Webspace. Die Seite war dann unter http://members.aol.com/$USERNAME erreichbar. Das hat mir erst einmal gereicht. Erstellt habe ich die Seiten zu der Zeit mit Microsoft FrontPage Express. Ins Web bef├Ârdert wurden sie mit WS_FTP.

Sp├Ąter hatte ich auch einen Account bei neXgo, die irgendwann von Arcor ├╝bernommen wurden. Die Webseiten waren hier unter http://home.nexgo.de/$USERNAME bzw. sp├Ąter unter http://home.arcor.de/$USERNAME zu erreichen. Den Arcor-Account hatte ich viele Jahre f├╝r diverse Sachen in Gebrauch.

Zu jener Zeit waren Web-Dienste popul├Ąr, bei denen man sich leichter zu merkende Subdomains anlegen und diese dann auf die URL der eigenen Homepage umleiten konnte. Spontan fallen wir da http://$USERNAME.de.tf oder http://$USERNAME.cjb.net ein.

Erste TLD bei PureTec

Im Jahr 2001, das genaue Datum wei├č ich gar nicht mehr am 4. Februar, habe ich meine beiden ersten Top-Level-Domains registriert: helmutkaczmarek.de und helmut-kaczmarek.de. Die liefen anfangs bei PureTec. Ob diese Firma damals auch schon zu 1&1 geh├Ârte, wei├č ich leider nicht mehr. Ich w├╝rde das aber auch ohne einen Blick in die Wikipedia vermuten, da ich das Logo eindeutig in blauer Erinnerung habe. ­čśë

Host Europe

Kurze Zeit sp├Ąter zog ich die Domains zu Host Europe um, da ich meine Homepage unbedingt um PHP und MySQL erweitern wollte. Ob das bei PureTec nicht ging, das kann ich nicht mehr erinnern. Aber vermutlich war Host Europe wirtschaftlich (ich hatte mich ja gerade auf dem Ruhr-Kolleg angemeldet) und technisch die bessere Alternative. Jedenfalls lernte ich dann PHP und MySQL und hatte von da ab eine ┬╗dynamische┬ź Homepage. Mein Kumpel J├Ârg, der zeitgleich Wirtschaftsinformatik an der FH Dortmund studierte (also auch richtig Ahnung von der Materie hatte), stand mir hierbei immer tatkr├Ąftig mit Rat und Tat zur Seite. Neben PHP und MySQL besch├Ąftigte ich mich auch viel mit HTML und CSS. FrontPage Express nutzte ich also nicht mehr. Die Seiten wurden ┬╗from scratch┬ź geschrieben. Mein damaliger Editor war Waeverslave.

Neue Medien M├╝nnich (all-inkl.com)

Bei Host Europe war ich allerdings auch nicht lange. Ich zog um das Jahr 2002 herum wieder um. Dieses Mal zu Neue Medien M├╝nnich. J├Ârg hatte mir die empfohlen. Ein recht neuer Webhoster, bei dem man f├╝r wenig Geld guten Service bekam. Ich fand den Namen ┬╗All-Inkl┬ź anfangs zwar doof, aber er war eben auch Programm, da hier u.a. s├Ąmtlicher Traffic schon inbegriffen war. Denselben Account habe ich ├╝brigens heute immer noch. Es gab einfach nie einen gescheiten Grund, dort wieder wegzugehen. Der Kundenservice ist hervorragend und auf technische Entwicklungen wird auch schnell reagiert. Als letztes Beispiel f├Ąllt mir da das Thema ┬╗https┬ź ein. Schon recht fr├╝h konnte man dort kostenlos eigene TLS-Zertifikate einbinden, kurze Zeit sp├Ąter auch schon die von ┬╗Let’s Encrypt┬ź.

Testweise auch mal DomainFactory

J├Ârg war schon immer bei DomainFacory. Als Selbstst├Ąndiger hatte er da einen Reseller-Account. Damals war mir DomainFactory aber als Privatperson immer zu teuer. Trotzdem habe ich sie vor einigen Jahren mal getestet. Im Prinzip fand ich die auch sehr gut. Einen gro├čen Nachteil hatte DomainFactory aber f├╝r mich: die haben t├Ąglich in jeder Nacht das Administrationsmen├╝ in einen mehrst├╝ndigen Wartungsmodus gesetzt. F├╝r einen chronisch nachtaktiven Studenten war das nat├╝rlich ├╝berhaupt nichts. Schade. Oder zum Gl├╝ck, denn die wurden ja 2013 von Host Europe ├╝bernommen.

vServer

Seit 2007 bin ich Linux-User. Ich fand es besonders spannend, jetzt auch mal das Betriebssystem, auf dem meine Homepage immer lief, so richtig kennenzulernen. Nachdem ich dann Serveradministration ein paar Jahre ernsthaft ge├╝bt hatte, traute ich es mir 2013 endlich zu, einen eigenen vServer in Betrieb zu nehmen.

Das war auch wirklich eine ganz wunderbare Sache. Und obwohl ich dank der jahrelangen ├ťbung genau wusste, was ich da mache, habe ich recht schnell festgestellt, dass so etwas eigentlich ein 24-Stunden-Job ist. Das hatte ich freilich vorher schon geahnt, dann aber erst am eigenen Leibe erfahren, wie anstrengend es tats├Ąchlich ist. Nicht von der Materie her (das hatte ich ja sehr lange ge├╝bt), sondern was die Aufmerksamkeit betrifft. So ein Server braucht immer Aufmerksamkeit. Im Idealfall auch, wenn man schl├Ąft. Der Server macht da keine Ausnahmen. Wenn man mal ein Wochenende keine Lust auf sowas hat, ist das sehr schlecht.

Daher habe ich mich nach ein paar Monaten schweren Herzenz entschieden, den Server wieder vom Netz zu nehmen. Spa├č macht mir das aber nat├╝rlich immer noch, sodass ich auch heute noch immer flei├čig am ├ťben bin bzw. mich in Sachen Linux immer auf dem Laufenden halte. Nur haben diese Server dann eben keinen Zugang mehr zum Internet.

Uberspace

Ich hatte nat├╝rlich auch l├Ąngst einen ALL-INKL-Account mit Shell-Zugang. Der ist nur leider sehr stark eingeschr├Ąnkt. Ich habe mir dann (ebenfalls 2013) bei Uberspace einen Account zugelegt. Da bekommt man einen vollwertigen Linux-Account auf dem Server, fast ohne Einschr├Ąnkungen. Gut, Root-Zugang hat man freilich nicht. Aber daf├╝r darf man dann auch mal ein paar Tage ┬╗keine Lust auf sowas┬ź haben.

Uberspace ist heute neben ALL-INKL gewisserma├čen mein zweiter Webhoster. Ich kann mir diese Firma gar nicht mehr wegdenken. Mit meinem Uberspace-Account habe ich schon tolle Sachen gemacht: z.B. einen eigenen Jabber-Server betrieben oder ein Ghost-Blog gehostet. Alles Dinge, die mit einem ┬╗normalen┬ź Webhoster wie ALL-INKL nicht realisierbar sind.

Technisch gesehen steht Uberspace in meiner Gunst mittlerweile sogar leicht ├╝ber ALL-INKL. Bei den Backups f├Ąngt das schon an. Bei ALL-INKL kann man zwar per E-Mail nach einem Backup fragen (was auch problemlos funktioniert und f├╝r technisch nicht so interessierte User eine tolle Sache ist), aber ich mache so etwas schon seit ein paar Jahren lieber alles selbst.

Ich habe mir damals dann ein kleines PHP-Skript geschrieben, mit dem ich meinen Webspace und die MySQL-Datenbanken sichere. PHP nur deswegen, weil auch die Cronjobs bei ALL-INKL in ihrer Funktionalit├Ąt extrem beschnitten und nur via KAS ┬╗von au├čen┬ź zu erreichen sind. Automatisieren lie├č sich das bei ALL-INKL also nur via PHP und ┬╗Cronjob┬ź (ich setze das bewusst in Anf├╝hrungszeichen, da das bei denen keine vollwertigen Cronjbs sind).

Als erfahrener Linux-User wusste ich nat├╝rlich, dass das auch eleganter geht. Und bei Uberspace hat man einen vollwertigen Userspace und daher nat├╝rlich auch Zugriff auf die Crontab. Ich hatte mir f├╝r meinen vServer ein Shell-Skript geschrieben; ein Hardlink-Rotations-Backup, das t├Ąglich bestimmte Ordner sichert. Ein ├Ąhnliches Shell-Skript f├╝r die MySQL-Datenbanken. Diese Skripte sind nat├╝rlich hervorragend geeignet f├╝r Uberspace.

Heute sichere ich damit vom Uberspace via verschl├╝sselter SSH-Verbindung meinen ALL-INKL-Account plus die Datenbanken. Dank Cron alles vollautomatisch.

Bei Ubersapce gibt es ├╝brigens ein ganz ├Ąhnliches Backup-System, das auch wunderbar funktioniert. Man muss also nicht unbedingt mit krassen Shell-Skripten herummachen, wenn man nicht gerade einen Remote Host sichern m├Âchte (oder seinen Uberspace auf einem solchen kopieren m├Âchte).

Fazit

Also mittlerweile kann ich sagen, dass ALL-INKL und Uberspace die perfekte Kombination f├╝r mich ist. ALL-INKL lohnt sich alleine schon wegen des relativ hohen Speicherplatzes (bei Uberspace hat man nur 10GB pro Account) und der Inklusiv-Domains (Uberspace ist ein reiner Webhoster und kein Registrar) und bei Uberspace sind die Freiheiten, die man dank des vollwertigen Linux-Users hat, einfach unschlagbar.

Entscheiden k├Ânnte ich mich zwischen beiden ehrlich gesagt auch nicht. Aber wozu auch? ­čśÄ

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Meine Software auf dem Desktop (2019)

Ich habe gerade eben mal dar├╝ber nachgedacht, welche Software mindestens auf meinem System installiert sein m├╝sste, damit ich einigerma├čen produktiv arbeiten k├Ânnte.

Da ich seit einigen Jahren darauf achte, so zukunftssicher wie m├Âglich zu sein, f├Ąllt die Liste der ┬╗ziemlich wichtigen┬ź Software doch einigerma├čen ├╝bersichtlich aus.

Ziemlich wichtig

  • Notepad++. Seit vielen Jahren mein Standard-Editor, mit dem ich so gut wie alles schreibe. Entweder in Markdown, oder inÔÇŽ
  • LaTeX. L├Ąngere Texte setze ich seit Anfang 2011 so gut wie ausschlie├člich hiermit.
  • Mozilla Thunderbird. Ben├Âtige ich f├╝r meine Kalender, Kontakte und Aufgaben, die ich schon seit Jahren zuerst mit ownCloud, dann mit Nextcloud synchronisiere. E-Mails hingegen schreibe ich heutzutage kaum noch, da in meinem Bekanntenkreis kaum noch ein Mensch E-Mails schreibt.
  • AutoHotkey. Eine Skriptsprache, mit der ich viele Dinge automatisiere.
  • VeraCrypt. Der TrueCrypt-Nachfolger. Seit Jahren verschl├╝ssele ich meine Daten damit.
  • DocFetcher. Die Windows-Suche ist dank der Indizierungsoptionen zwar auch sehr gut zu gebrauchen, dennoch nutze ich f├╝r meinen digitalen Zettelkasten DocFetcher als Suchmaschine. Das ist praktisch f├╝r Dateien, die z.B. in einem VeraCrypt-Container liegen, die erst nach dem Systemstart eingebunden und daher vom Windows-Suchindex nicht erfasst werden. Ich habe mir zwar mal ein kleines Batch-Skript geschrieben, welches den Suchindex dann neustartet, aber mit DocFetcher ist das einfach besser.
  • KeePass. Mit irgendeiner Software muss ich meine Passw├Ârter ja verwalten. Hier kommt nat├╝rlich nur Freie Software infrage.
  • Google Chrome. Tja, ohne Webbrowser geht es nicht. So richtig gl├╝cklich bin ich mit Chrome allerdings nicht mehr, vor allem in Hinsicht auf die j├╝ngsten Entwicklungen. Vielleicht werde ich irgendwann mal wieder einen kritischen Blick auf den Firefox werfen. In guter Erinnerung habe ich den allerdings nicht mehr. Hat mich auch nur noch genervt, als ich damals auf Chrome umgestiegen bin.
  • Spotify. Okay, das l├Ąuft nicht gerade unter ┬╗future-proof┬ź, aber ich liebe Spotify trotzdem. Ich habe sogar noch einen der alten Accounts f├╝r 5 Euro. Musik, die mir sehr gef├Ąllt, kaufe ich aber trotzdem immer als MP3 und kopiere sie mir bei Bedarf auch auf mein Smartphone (wo ich Spotify nicht nutze). Somit w├Ąre es auch nicht ganz so tragisch, sollte Spotify irgendwann wieder vom Markt verschwinden.

Ohne diese Software w├Ąre ich momentan einigerma├čen aufgeschmissen und m├╝sste meine Arbeitsabl├Ąufe erheblich umgestalten. Somit hat sich die Frage nach dem Betriebssystem auf dem Desktop auch schon erledigt: ich bin ÔÇô dank Notepad++ und AutoHotkey ÔÇô an Windows gekettet.

Zugegeben, unter Linux oder Mac OS w├╝rde ich sicherlich schnell einen passenden Texteditor finden. Und was die Verschl├╝sselung angeht, bin ich auf dem Linux-Desktop nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Informationen. Zuletzt habe ich dort Dateien verschl├╝sselt, als EncFS noch sicher war.

Ein gro├čes Problem w├Ąren die Automatisierungen, denn eine AutoHotkey-Alternative gibt es f├╝r mich nicht. Mit autokey habe ich mal unter Linux gearbeitet. ├ťberzeugt hat mich das aber leider ├╝berhaupt nicht.

Installiere ich auch

  • PuTTY. SSH-Client, mit dem ich mich von Windows aus auf meinem Server verbinde.
  • FileZilla. FTP-Client, falls mal n├Âtig.
  • CryptSync. Damit verschl├╝ssele ich auf Basis von 7-Zip Datenbest├Ąnde, die ich z.B. in meinem OneDrive speichern m├Âchte, da OneDrive, anders als Dropbox, keine differentielle Synchronisation (von Office-Dokumenten mal abgesehen) kann und VeryCrypt somit weniger Sinn macht.
  • Joplin. Habe ich seit ein paar Monaten laufen. Eine recht nette Notizen-Verwaltung, die auch Markdown kann (sehr wichtig) und die Notizen verschl├╝sselt speichert. Es gibt auch eine brauchbare iPhone-App. H├╝bsch ist die allerdings nicht.
  • Pandoc. Falls ich einen in Markdown geschriebenen Text mal schnell in ein anderes Dateiformat konvertieren m├Âchte. Kommt nur sehr selten vor. Trotzdem geh├Ârt Pandoc f├╝r mich auf den Rechner.
  • Microsoft Office. Im ┬╗realen Leben┬ź kommen mir leider immer noch zu viele Dinge unter, f├╝r die Microsoft Office dann einfach praktisch ist. Rein privat betrachtet brauche ich es aber nicht.
  • LibreOffice. Ehrlich gesagt installiere ich es seit langer Zeit nur noch, um zu schauen, wie es sich im Vergleich zu Microsoft Office so entwickelt. Produktiv im Einsatz habe ich es aber nicht mehr.
  • Duplicati. Eine ziemlich gescheite Backup-Software, wie ich finde.

Fr├╝her mal wichtig

  • Pidgin f├╝r ICQ und Jabber/XMPP. Jabber war in meinem Bekanntenkreis kaum verbreitet, ICQ hingegen schon. Als ich mich vor ein paar Jahren spa├česhalber mal wieder in meinen ICQ-Account eingeloggt hatte, war da aber auch kein Mensch mehr online. Diese Art der Kommunikation l├Ąuft ja heutzutage fast nur noch ├╝ber WhatsApp auf dem Smartphone.
  • E-Mail-Verschl├╝sselung mit Thunderbird. Ich habe es aufgegeben. Viele Jahre lang habe ich versucht, mein Umfeld davon zu ├╝berzeugen, E-Mails zu verschl├╝sseln. Mittlerweile halte ich das f├╝r ein sinnloses Unterfangen. In Ermangelung geeigneter Kontakte installiere ich PGP heutzutage gewisserma├čen nur noch aus nostalgischen Gr├╝nden. Schade, aber was will man machen.
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Mehrere Domains mit Uberspace 7

Falls das mal jemand ben├Âtigt.

Zuerst das gew├╝nschte Verzeichnis f├╝r die Domain anlegen:

cd /var/www/virtual/$USERNAME/html
mkdir domain.de

Anschlie├čend noch die Rechte anpassen:

chmod 755 domain.de

Nun noch einen Symlink setzen:

cd /var/www/virtual/$USERNAME
ln -s html/domain.de domain.de

Sofern die Domain mit uberspace web domain add domain.de eingerichtet ist, d├╝rfte sie jetzt erreichbar sein.

Soll die Domain auch via www erreichbar sein, muss hierf├╝r ebenfalls ein Symlink gesetzt werden:

cd /var/www/virtual/$USERNAME
ln -s html/domain.de www.domain.de

Das ┬╗alte┬ź html-Verzeichnis

Das ┬╗alte┬ź html-Verzeichnis muss, sofern die Uberspace-Domain genutzt werden soll, ebenfalls angepasst werden. Der ├ťbersichtlichkeit halber nennen wir dieses Verzeichnis aber nicht mehr html, sondern $USERNAME.uber.space:

cd /var/www/virtual/$USERNAME/html
mkdir $USERNAME.uber.space
chmod 755 $USERNAME.uber.space
cd ..
ln -s html/$USERNAME.uber.space $USERNAME.uber.space
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Ich verabschiede mich von Thunderbird

Immer wieder h├Âre ich, dass viele Leute mit der Web-Oberfl├Ąche von Gmail Google Mail viel effektiver und schneller arbeiten k├Ânnen. Ich tu‘ es Caschy daher gleich und verabschiede mich von meinem Mail-Client. Aber erst mal nur f├╝r eine Woche.

Ich selbst nutze Google Mail jetzt schon einige Jahre. Eigentlich quasi von Anfang an. IMAP war immer kostenlos und die Filter-Funktionen sind auch spitze. Hinzu kommt, dass Google Mail einfach ├╝ber den besten Spam-Filter verf├╝gt.

Ich bin allerdings in all den Jahren nie auf die Idee gekommen, ausschlie├člich die Web-Oberfl├Ąche zu nutzen. Ich hing dann doch zu sehr an Thunderbird, Claws Mail (unter Linux) und Konsorten.

Besonders vorgegangen bin ich bei diesem kleinen Experiment aber nicht. Ich habe lediglich f├╝r Google Chrome die Erweiterung Google Mail Checker Plus installiert. Das war es dann aber auch schon.

So, ab jetzt sieben Tage ohne Thunderbird. Bin schon gespannt, wann ich anfange, den alten Donnervogel zu vermissen. ­čśë

Siehe auch