Helmuts Weblog

»Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb.« – Kurt Tucholsky


Vorzeitige Portierung

Eine Sache, die ich als Mobilfunk-Nerd dieses Jahr noch gerne ausprobieren wollte, war die vorzeitige Portierung einer Rufnummer aus einem noch bestehenden Mobilfunkvertrag. Da ich hier noch einen älteren BASE-Vertrag mit 0 EUR Grundgebühr herumliegen hatte, bot sich diese Nummer für eine Portierung an. Sie sollte hierbei das Netz aber nicht wechseln.

Also entschied ich mich für die E-Plus-Tochter simyo. Vorab hatte ich in den Sozialen Netzwerken regelmäßig gelesen, dass ein reibungsloser Ablauf der Rufnummernmitnahme vor allem bei simyo gewissermaßen ein Ding der Unmöglichkeit sei: manche Kunden hätten tagelang keine aktive Rufnummer gehabt und der Kundenservice bei simyo sei ohnehin das Letzte.

Davon wollte ich mich natürlich gerne selbst überzeugen.

BASE-Vertrag kündigen

Zu meinem Erstaunen macht es BASE einem sehr leicht, nicht nur die Flats, sondern auch gleich den kompletten Mobilfunkvertrag bequem zu kündigen. Ich habe also das Kündigungsformular auf der BASE-Webseite ausgefüllt, ausgedruckt und nach einem Blick auf die BASE-Checkliste mit der Einwilligung zur Rufnummernmitnahme via Fax versendet. Das war am 7. Dezember (Freitag).

Bestellung bei simyo

Ich wollte mich während des gesamten Vorgangs natürlich wie der dümmste anzunehmende Mobilfunkkunde verhalten. Daher habe ich nicht auf eine Reaktion von BASE gewartet, sondern zeitgleich bei simyo für 4,90 EUR meine neue Karte bestellt und bei der Bestelleung »Rufnummer mitnehmen« beantragt. Neben den 5 EUR Startguthaben plus Flatrates im ersten Monat gratis gab es hierfür noch mal 25 EUR Bonusguthaben.

Dass man alle Flatrates im ersten Monat gratis testen darf, habe ich natürlich erst nach der Bestellung begriffen. War aber letztendlich auch egal, da ich mit der Nummer in absehbarer Zeit eh nicht telefonieren werde.

Fehler beim Antrag

Am 11. Dezember (Dienstag) bekam ich eine Mail von simyo, in welcher ich darauf hingewiesen wurde, dass der Antrag auf Rufnummernmitnahme gescheitert sei. Wäre ja auch zu schön gewesen.

Bei der BASE-Hotline erfuhr ich dann, dass meine Vertragskündigung zwar eingegangen sei, die Einwilligung zur Rufnummernmitnahme aber fehlen würde. Merkwürdig, da beide Faxe nachweisbar übermittelt worden waren. Glücklicherweise hatte die Dame am Telefon offenbar Ahnung von der Materie und gab meine Rufnummer noch während des Gesprächs frei.

Nach einem weiteren Anruf bei der simyo-Hotline wurde mir ein paar Minuten später der 19. Dezember als Wechseltermin via Mail mitgeteilt.

Neue SIM-Karte und Portierung

Am 14. Dezember, also eine Woche nach der Kündigung des BASE-Vertrages und der Bestellung bei simyo, erhielt ich sowohl die Kündigungsbestätigung von BASE als auch meine neue SIM-Karte von simyo. Zusätzlich der Hinweis, dass die Portierung der Rufnummer in der Nacht vom 18. auf den 19. Dezember zwischen 0:00 und 6:00 Uhr erfolgen würde und ich in dieser Zeit nicht telefonieren könne.

Am 19. Dezember saß ich natürlich pünktlich um 0:00 Uhr am Rechner. Um kurz nach 2:00 Uhr war die Rufnummer portiert. In meinem BASE-Kundenmenü hatte ich nun für die restliche Vertrgaslaufzeit eine neue Rufnummer stehen (die sofort mit der alten SIM-Karte funktionierte) und meine neue simyo-Karte war auch schon einsatzbereit.

Fazit

Ich hätte ja selbst nicht damit gerechnet, aber insgesamt war die gesamte Aktion ziemlich stressfrei und hat von der Bestellung bis zur fertigen Portierung keine zwei Wochen gedauert. Die Rufnummer war in der Nacht der Portierung nahezu durchgehend erreichbar. Erstaunt war ich zudem auch über den in meinem Fall wirklich sehr guten Kundenservice bei beiden Anbietern.

Siehe auch

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