Mal wieder ein Datenschutz-Problem bei Facebook. Seit Mai 2016 hat das Netzwerk ungefragt die E-Mail-Kontakte von 1,5 Millionen Usern abgegriffen. Aus Versehen natürlich. 🤦🏻♂️
Tiny Tiny RSS auf Uberspace 7
💡 Update am 24.05.2023: Da ich hin und wieder Anfragen zur Installation von Tiny Tiny RSS auf Uberspace 7 bekomme, sei einleitend angemerkt, dass ich mittlerweile FreshRSS nutze und auch empfehle.
Ich bin erst kürzlich (naja, im Dezember) von Uberspace 6 auf Uberspace 7 umgestiegen und wollte dort auch Tiny Tiny RSS installieren, was problemlos funktioniert hat.
Im Folgenden eine kleine Anleitung, wie man den RSS-Reader auf einem frisch eingerichteten Uberspace-7-Account installieren kann. Als Datenbank kommt MySQL MariaDB zum Einsatz, die Installation liegt in https://$USERNAME.uber.space/ttrss
. Das geht natürlich auch mit eigenen Domains.
Installation
Download
Zuerst betreten wir den html
-Ordner und klonen das Git-Repository in den Unterordner ttrss
:
cd /var/www/virtual/$USERNAME/html/
git clone https://tt-rss.org/git/tt-rss.git ttrss
Datenbank
Jetzt erstellen wir eine neue Datenbank für Tiny Tiny RSS:
mysql -e "Create Database $USERNAME_ttrss"
Das Passwort wurde bei der Einrichtung des Uberspace-Accounts automatisch angelegt und ist im Homeverzeichnis zu finden:
cat ~/.my.cnf
Tiny Tiny RSS ist jetzt über das WWW erreichbar und kann eingerichtet werden. Die Default-Zugangsdaten lauten:
Username: admin
Passwort: password
Das Passwort sollte man natürlich am besten umgehend ändern. 😉
RSS-Feeds aktualisieren
Manuell
Wenn man seine RSS-Feeds nur am Desktop-Rechner oder Notebook liest, würde es prinzipell reichen, wenn man sich via Shell am Server anmeldet und den Daemon dort startet:
php /var/www/virtual/html/$USERNAME/ttrss/update.php --daemon
Mit Strg+c
wird der wieder gestoppt. Alternativ könnte man das auch in ein Shell-Skript schreiben und dieses nach der Anmeldung am Server z.B. mit dem .bashrc
-Alias ttrss
starten.
Automatisiert
Das alles geht natürlich auch automatisch und ist ganz praktisch, wenn man tippfaul ist oder die Feeds auch via App auf dem Telefon lesen möchte.
Via Cronjob
Die Crontab mit crontab -e
öffnen und z.B. folgende Zeilen eintragen:
# Tiny Tiny RSS
*/30 * * * * php /var/www/virtual/$USERNAME/html/tt-rss/update.php --feeds --quiet
Die Feeds werden hierbei alle 30 Minuten aktualisiert.
Als Dienst
Hierfür könnte z.B. im Ordner ~/scripts
das Shell-Skript ttrss.sh
mit folgendem Inhalt erstellt werden:
#!/bin/bash
cd /var/www/virtual/&USERNAME/html/ttrss/
exec php ./update_daemon2.php --daemon 2>&1
Ausführbar machen:
chmod u+rwx ~/scripts/ttrss.sh
Nun wird für dieses Skript ein Dienst eingerichtet (an dieser Stelle könnte auch, wie weiter oben bereits angesprochen, ein .bashrc
-Alias Verwendung finden):
cd ~/etc/services.d/
nano ttrss.ini
Der Inhalt der ttrss.ini
:
[program:ttrss]
command=/home/$USERNAME/scripts/ttrss.sh
autostart=yes
autorestart=yes
Die neue ttrss.ini
einlesen:
supervisorctl reread
…und starten:
supervisorctl update
Sollte es keine Fehlermeldungen geben, läuft Tiny Tiny RSS jetzt als eigener Dienst auf dem Server, was man sich z.B. im Programm htop
jetzt anschauen könnte.
Weitere Befehle:
Neustarten mit supervisorctl restart ttrss
, stoppen mit supervisorctl stop ttrss
, starten mit supervisorctl start ttrss
.
Elf Monate ohne Zigaretten
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Twitter aufräumen
Twitter, ein leidiges Thema bei mir. Vor 11 Jahren, als ich meinen Account registriert hatte, bin ich einigermaßen begeistert gestartet. Mittlerweile ist das in den vergangenen Jahren aber ein wenig eingeschlafen. Löschen möchte ich meinen Account (noch) nicht, aber doch mal ein wenig aufräumen.
Tweets löschen
Da gibt es ja allerhand Apps, die das mehr oder weniger gut können. Das habe ich auch in der Vergangenheit hin und wieder mal gemacht.
Follower löschen
Ich hatte, als ich Twitter noch regelmäßiger genutzt habe, um die 1200 Follower. In den letzten zwei Jahren war ich dort aber so gut wie gar nicht mehr aktiv. Dennoch waren es bis vorhin noch knapp über 1000 Follower. 90% von denen kannte ich überhaupt nicht. Unter diesen waren auch einige Marketing-Fuzzies und sonstiger Bodensatz des Internets. Das musste also alles weg.
Leider kann man Follower nicht einfach so entfernen. Man muss sie blockieren. Wenn man sie danach wieder ent-blockiert, folgen die Accounts einem nicht mehr. Es gibt eine praktische Chrome-Erweiterung, mit der man automatisiert Follower blockieren kann.
Jetzt hatte ich natürlich knapp 1000 blockierte User in meinem Account. Auch irgendwie doof. Hier habe ich allerdings eine Möglichkeit gefunden, diese blockierten User ohne zusätzliche Apps automatisiert aus dem Account zu entfernen.
Man loggt sich via Google Chrome in seinen Twitter-Account ein und wechselt in die Seite mit den blockierten Usern. Jetzt startet man die Chrome-Entwicklertools und öffnet die Konsole. Mit var autoScroll = setInterval(() => window.scrollTo(0, document.body.scrollHeight),1000);
wird die Seite ganz ans Ende gescrollt. Für mich mit meinen 1000 Blockierten ganz praktisch. Ein clearInterval(autoScroll)
stoppt das automatisierte Scrollen.
Abschließend werden die User mit $('.user-actions-follow-button').click()
wieder ent-blockt.
Fertig. Man hat jetzt wieder einen »sauberen« Account ohne Follower und ohne blockierte User.
Uploadfilter und Leistungsschutzrecht kommen. Martin Sonneborn hat in einer schönen Grafik dargestellt, wer uns das eingebrockt hat.
Facebook hat offenbar seit 2012 Hunderte Millionen Facebook- und Zehntausende Instagram-Passwörter im Klartext gespeichert. 🤦🏻♂️
Ich wollte mir heute nach langer Zeit mal einen aktuellen Überblick über die Crawler verschaffen, die meine Seite so ansteuern.
Da ich keine Zeit für und Lust auf Piwik Matomo habe, war ich auf der Suche nach einem schlanken Kommandozeilen-Programm, das direkt auf dem Server läuft und dort auf die access_log
des Apache zugreift.
Fündig geworden bin ich in GoAccess. Auf einem Uberspace lässt sich das schnell in Betrieb nehmen.
Download und Konfiguration
Zuerst laden wir es im Home-Verzeichnis herunter, entpacken es, benennen den Ordner um und betreten diesen:
cd ~
wget https://tar.goaccess.io/goaccess-1.3.tar.gz
tar -xzvf goaccess-1.3.tar.gz
mv goaccess-1.3/ goaccess/
cd goaccess
Anschließend konfigurieren:
./configure --enable-geoip --enable-utf8 --prefix=/home/$USERNAME
Jetzt lässt sich GoAccess auch schon starten:
goaccess -a -p ~/goaccess/config/goaccess.conf -f /readonly/$USERNAME/logs/access_log
Nach dem Start des Programms muss man mit der SPACE
-Taste nun noch Log-Format bestätigen, z.B. NCSA Combined Log Format
. Nach der Bestätigung mit Enter
wird das Dashboard gestartet.
Alias einrichten
Damit man nicht bei jedem Mal so viel tippen muss, richtet man sich noch einen Alias in der .bashrc
ein:
nano ~/.bashrc
Der Alias könnte so ausschauen:
alias goaccess-log='goaccess -a -p ~/goaccess/config/goaccess.conf -f /readonly/$USERNAME/logs/access_log'
Jetzt noch die .bashrc
neu einlesen:
source ~/.bashrc
Fertig. Das Programm lässt sich nun mit goaccess-log
starten.
30 Jahre World Wide Web
Das World Wide Web feiert heute seinen 30. Geburtstag. Bei der Gelegenheit habe ich meinem Weblog mal einen kleinen Retro-Anstrich verpasst. 😉
Auf dem Screenshot sieht man übrigens »WorldWideWeb«, den ersten Webbrowser der Welt. Noch ein Link-Tipp: http://info.cern.ch – home of the first website.
Verlinkt (KW 10)
- Mit »Norma Connect« gibt es nun einen weiteren Mobilfunk-Discounter im Netz der Deutschen Telekom.
- Laut eines UNO-Berichts hat Nordkorea die schlimmste Ernte seit zehn Jahren eingefahren.
- Congstar-Kunden sind jetzt offiziell Kunden der Deutschen Telekom.
- Der »Windows Calculator« wird Open Source.
- Babies lernen anscheinend den Großteil ihres Wortschatzes von ihren Vätern.
- Archäologie dürfte zukünftig nicht mehr so ein anstrengender Knochenjob sein.
- Einfach mal nicht mit Google suchen.
- Entgegen meiner Befürchtungen tragen Soziale Netzwerke nicht zur Verlotterung der Sprache bei.
Zehn Monate ohne Zigaretten
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